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Ein Wochenende rund um den Ball

In Hennersdorf fanden von Freitag bis gestern Sportwettkämpfe statt. Dieses Spektakel hat mittlerweile Tradition.



Drei Tage lang wurden die Bälle geschlagen, gestreichelt oder getreten - und alle Teilnehmer hatten ihren Spaß daran. Beim Hennersdorfer Sportwochenende ging es im sportlichen Vergleich zwar um den Sieg, doch verbissen wurden diese Wettkämpfe auf keinen Fall geführt. Vielmehr haben sich die drei Tage an der Sporthalle längst zu einem Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben des Augustusburger Stadtteils etabliert.
Das für gestern geplante Volleyballturnier der Frauen wurde aufgrund der schlechten Witterung abgesagt. Das Sportwochenende begann am Freitag mit dem Fußball-Strafstoßschießen. Dort hatte die Jugend des TSV Flöha die treffsichersten Schützen in ihren Reihen, die Damenkonkurrenz gewann das "Spontanteam".



Für die reiferen Herren von der VSG Vogtland Plauen lief es in dieser Disziplin nicht ganz rund, sie belegten am Ende unter zwölf teilnehmenden Mannschaften den elften Rang. Ganz anders präsentierten sich die Vogtländer am Samstag in ihrer Spezialdisziplin, als im Rahmen des Sportwochenendes die 15. offenen Augustusburger Stadtmeisterschaften im Volleyball ausgetragen wurden. Dort schafften es die Vogtländer letztlich ins Endspiel, das sie gegen das von Udo Seifert betreute Hennersdorfer Traditionsteam 2:0 (25:19, 25:18) gewannen. "Sie sind quasi das Eins-eins-eins-Team. Denn erst landeten sie auf dem 11. Platz, dann auf dem 1. Rang", sagte Initiator Udo Haußmann, der an allen drei Tagen in Hennersdorf zugleich als wortgewandter Sprecher agierte.

Die VSG Plauen zählt beim Hennersdorfer Sportwochenende zu den Stammgästen. "Wir kommen seit rund zehn Jahren hier her und haben schon viele gute, aber auch einige weniger gute Resultate erreicht. Auf jeden Fall macht es immer wieder sehr viel Spaß, in Hennersdorf dabei zu sein", sagte Torsten Schiller. Der 54-jährige Sportlehrer ist Teil des Teams, in dem Herren im Alter zwischen 30 und reichlich 50 Jahren stehen. "In unserem Verein gibt es im Erwachsenenbereich eine Damen- und einen Mix-Mannschaft, die Herren sind gerade in die Vogtlandliga aufgestiegen", fuhr Schiller fort.



Artikel erschienen am 03.09.2018 in der Freien Presse, Lokalteil Flöha von Knut Berger

In Hennersdorf geht es wieder hoch her

Die 300 Seelen Ortschaft Hennersdorf startet am Freitagabend ihre nunmehr 15. Auflage des traditionellen Sportwochenendes. Etwa ebenso viele Gäste erwarten die "Zschopautaler" an ihren drei tollen Tagen, bei hoffentlich schönem Spätsommerwetter. Das hoffen und wünschen wir uns, so Hennersdorfs Vereinsvorsitzender Udo Haußmann. Wir haben auch in diesem Jahr wieder viele unterstützende Betriebe und Gewerke mit im Boot um dieses Unterfangen zu stemmen.
Der Freitag gehört dabei ab 18.00 Uhr den Fußballern, welche ihre Sieger im Strafstoßschießen ermitteln, während der Samstag und der Sonntag jeweils ab 10.00 Uhr den Volleyballern gehört. Auch die Kugeln auf der museumsreifen "Naturkegelbahn" der SG Erdmannsdorf rollen wieder in die Vollen. Und auch für unsere Kleinen haben wir sportliche Betätigungsmöglichkeiten, so Haußmann abschließend.

Skatturnier - Ortsmeisterschaft im Vereinshaus

Gemischt, gereizt und gestochen wird am Freitag, 10. Februar im Vereinshaus Hennersdorf. Die Volleyballer aus dem Augustusburger Ortsteil bitten wieder zum Preisskat. Turnierbeginn der 22. offenen Ortsmeisterschaft ist 18 Uhr. Gespielt werden zwei Serien. Startgeld: 3 Euro pro Serie. (hd)

Anmeldung und weitere Informationen unter 037291 68374. Meldeschluss: 5. Februar.


erschienen am 12.01.2017 in der Freien Presse, Lokalteil Flöha

Sommerfest mit De`Hutzenbossen am 30.05.2015

Zum Sommerfest im Zschopautal sorgt nicht nur das Volksmusik-Duo für Stimmung. Den Gästen wird auch gezeigt, wie Ende der 1990er-Jahre im Ort die Post abging.

Die Hennersdorfer gehen erneut auf Luxemburg-Tour. Diesmal allerdings nur auf der Leinwand. Zum Sommerfest am Samstag am Feuerwehrdepot werden Videoaufnahmen gezeigt, die im Oktober 1998 zur Auszeichnungsveranstaltung der europäischen Arbeitsgemeinschaft Landentwicklung/Dorferneuerung im luxemburgischen Echternach entstanden sind. Angeführt von Bürgermeisterin Evelyn Jugelt und Bernd Hanke, Geschäftsführer des Werk- und Studienzentrums, waren damals insgesamt 74 Hennersdorfer mit dem Bus nach Luxemburg gefahren, um bei den zweitägigen Festlichkeiten den Preis für den zweiten Platz abzuholen.

"Ein einmaliges Erlebnis", schwärmt Harald Uhlmann noch heute von der Zeremonie in der im 7. Jahrhundert begründeten und damit zu den ältesten Kirchen Europas zählenden Basilika St. Willibrord. Der Hennersdorfer gehörte vor 17 Jahren zur Delegation aus dem Zschopautal und hatte die "Expedition der Sachsen ins Großherzogtum" auf Film festgehalten. Seine Kamera, die er damals benutzte, ein Hi-8-Gerät, sei heute vergleichsweise mindestens genauso alt wie die Kirche in Echternach, meint der 62-Jährige scherzhaft. Die Bildqualität genüge daher nicht unbedingt aktuellen Qualitätsanforderungen.

Die super Stimmung, die 1998 im Festzelt an der Holzbrücke herrschte, kommt in den Aufnahmen trotzdem sehr gut rüber. Denn Uhlmann, der auch schon beim Freiberger Lokalfernsehen "eff3" aushalf, mischte sich auch bei den legendären Volksfesten in Hennersdorf mit seiner Kamera unters (Feier-)Volk. "Das Festzelt war immer rappelvoll und die Stimmung super", erinnert sich Uhlmann an die feucht-fröhlichen Sausen am Zschopaufluss. "Da es im Festzelt nie sehr hell war, sind die Aufnahmen leider leicht grieselig", entschuldigt sich der Hobby-Filmer schon einmal vorab. Exakt 54 Minuten Videomaterial von der Preisfahrt nach Echternach und dem Brückenfest aus dem Jahr 1998 sind am Samstag zum Sommerfest im Festzelt zwischen Vereinshaus und Feuerwehrdepot zu sehen.

Für den musikalischen Empfang der Hennersdorfer und ihrer Gäste nach der "Rückkehr aus Luxemburg" sorgen De Hutzenbossen. Der Auftritt des erzgebirgischen Volksmusik-Duos stellt den Höhepunkt des Festes dar, das mit einem Sommercafé ab 14 Uhr eröffnet wird. Nach einem Märchen für Jung und Alt aus der "Kräuterschatztruhe" und der Filmvorführung sind ab 20 Uhr die beiden Stimmungskanonen an der Reihe. De Hutzenbossen stehen für traditionelle, mitreißende Volksmusik. Zum Repertoire von Andreas Tiede und Peter Kreißl gehören Bergmanns- und Heimatlieder sowie eigene Titel.

"Wir wollen, dass mal wieder was los ist bei uns im Dorf", sagt Udo Haußmann. Vom Nachwende-Schwung, der Brückenfest und Pfingstfest viele Jahre zu echten Höhepunkten im Zschopautal werden ließ, sei nicht mehr viel übrig, beklagt der Vorsitzende des Sportvereins. Die Leute, die die Veranstaltungen auf die Beine gestellt haben, seien in die Jahre gekommen und könnten die Arbeit nicht mehr leisten. "Unser Dorf wird immer älter."

Damit der Hennersdorfer Veranstaltungskalender nicht noch weiter ausdünnt, ist zum Sportwochenende Ende August nun noch das Sommerfest hinzugekommen. "Der Eintritt ist kostenlos", sagt Haußmann, der bei der Durchführung der Veranstaltung von Silke Kluge und Petra Ungänz sowie anderen Mitgliedern des Heimatvereins und der freiwilligen Feuerwehr unterstützt wird. "Ich habe die Hutzenbossen vor zwei Jahren erlebt, die sind richtig gut", würde sich der 50-Jährige auch über einen "Marsch zur Hennersdorfer Luxemburg-Tour" freuen.

Sommerfest am Samstag am Feuerwehrdepot in Hennersdorf: 14.30 Uhr Sommercafé, 15.30 Uhr Kräutermärchen, 17 Uhr Filmvorführung, 20 Uhr Konzert De Hutzenbossen; Eintritt ist kostenlos

Quelle: Freie Presse; Lokalteil Flöha am 28.05.2015