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Alles gegeben, aber nur wenig gewonnen

Das war es dann für die Volleyballer des Hennersdorfer SV in der Volleyball Sachsenklasse. Nach drei Jahren der Zugehörigkeit treten die Zschopautaler in der nächsten Saison wieder den Gang von Sachsens zweithöchster Spielklasse ins Chemnitzer Oberhaus an. Der eine Tabellenpunkt aus dem Heimturnier am vergangenen Sonnabend war zu wenig um den Funken der Hoffnung noch am Klimmen zu halten.

Hennersdorfer SV - TSV Oelsnitz II 1:3 (27:25; 23:25; 18:25; 24:26)

Dabei begannen die HSV Akteure im ersten Match des Nachmittags äußerst couragiert. Wieder mit ihrem eigentlichen Hauptangreifer Markus Haußmann auf der Liberoposition und und einem seit Wochen angeschlagenen Spielertrainer in der Anfangsformation erwies sich das Team gefestigter als in den Vorwochen. Vor allem über die Netzmitte glänzte der Gastgeber mit vielen spektakulären Punkten. Nur über Außen lief nicht viel zusammen und so schien beim 18:22 Rückstand der Käse gegessen zu sein. Diesmal allerdings packten die Hennersdorfer wieder einmal alte Tugenden aus und zwangen in einer dramatischen Schlussphase die Oelsnitzer noch mit 27:25 in die Knie.
Auch bis zum 21:21 im zweiten Satz waren die HSV Akteure im Bereich eines nächsten Satzgewinns doch am Ende fehlte eben wieder einmal die Abgezocktheit um auch dieses Ding noch zu ziehen und es hieß 23:25 aus Hennersdorfer Sicht. Dies zeigte Wirkung bei den Gastgebern, bei denen der noch nicht einmal 16-jährige Nils Obendorf sein Startdebüt feierte und einen ordentlichen Einstand lieferte. Nach einer reichlichen Viertelstunde musste Hennersdorf über eine deutliche 18:25 Niederlage quittieren und geriet endgültig auf die Verliererstraße. Trotzdem bot man dem Kontrahenten im vierten Durchgang noch einmal einen Kampf auf Biegen und Brechen, am Ende stand nach knapp einer halben Stunde Volleyballfight pur ein 24:26 und eine erneute 1:3 Niederlage. Ich will es nicht an den zwei umstrittenen Entscheidungen am Ende des Spiels festmachen aber so ist es eben wenn du da unten drin stehst, erst hast du kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu, so Spielertrainer Udo Haußmann nach der Partie.

Hennersdorfer SV - SV Textima Chemnitz 2:3 (25:20; 25:23; 22:25; 17:25; 10:15)

Es sollte im zweiten Match noch bitterer für die Hennersdorfer kommen, denn hier vergab man nach einer 2:0 Satzführung und einer 15:11 Punktführung im dritten Durchgang die große Chance mal wieder in der Tabelle dreifach zu punkten. Nach zwei tollen Auftaktsätzen, in denen besonders Mittelangreifer Paul Gerber sich Bestnoten verdiente blieben die Gastgeber auch im dritten Durchgang hellwach und führte eben bis zu diesem erwähnten Vorsprung souverän und hielt den Gegner ordentlich auf Distanz. Leider fehlten uns aber noch ein paar wenige Punkte an dieser Stelle, um den Gegner endgültig die Lust auf die Verfolgungsjagd zu nehmen, resümierte der Coach. So gelang den Chemnitzern beim 20:20 wieder der Ausgleich und den Hennersdorfern unterliefen in dieser Phase zu viele Abstimmungsprobleme in der Ballannahme und so nahm das Unheil mit dem Satzverlust seinen Lauf. Die Zschopautaler schienen danach völlig von der Rolle, unterlagen klar mit 17:25 und mussten in den Tie-Break, wo sie wieder solide begannen und wirkten. Bis zum 5:4 auch immer vorn lagen, aber danach fehlte wohl ein wenig die Kraft und Konzentration, sodass der Tabellenzweite noch relativ deutlich mit 15:10 die zwei Tabellenpunkte nach Hause bringen konnte. Die Mannschaft hat prima gespielt und toll gekämpft, man kann dem Team keinen Vorwurf machen aber es fehlen eben so ein paar Kleinigkeiten um vollends erfolgreich zu sein, so Haußmann zum Schluss.

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