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Niederlage und Sieg am ersten Heimspieltag der Saison

In den ersten Punktspielen der Saison 2022/23 in der Chemnitzer Volleyball-Bezirksliga unterlagen die Männer vom Hennersdorfer SV am vergangenen Samstag Union Milkau klar mit 0:3 (21:25; 22;22: 25; 13:25) und gewannen gegen Siltronic Freiberg 3:0 (25:18; 25:16; 25:15).

Es war ein sehr holpriger Auftakt der Zschopautaler nach fast einem Jahr Pause. Nur zu Beginn des Matches konnten die Gastgeber mithalten und Mitte des Durchgangs mit einer starken Aufschlagserie von Markus Haußmann ausgleichen aber das reichte nicht für den Satzgewinn.
Im zweiten Durchgang fingen sich die Hennersdorfer zunächst und waren beim zwischenzeitlichen 16:9 wieder Herr im eigenen Haus, aber selbst das reichte nicht und dem HSV ging zunehmend wieder die Ordnung verloren. Als dann nach einer Milkauer Auszeit beim Stande von 17:20 aus deren Sicht auch noch der nächste Aufschlag seitens der Hennersdorfer im Netz landete, ging so gut wie nichts mehr. Und das spielte den Gästen natürlich in die Karten, denn je schwächer die Zschopautaler wurden, umso mehr steigerten sich die Milkauer, ein alt bekannter Mechanismus in einem Mannschaftsspiel. So hatten die Gäste am Ende leichtes Spiel und gewannen den dritten Satz und das Spiel souverän.
Sicherlich spielten einige Faktoren eine Rolle bei diesem relativ blutleeren Auftritt meiner Mannschaft resümierte Spielertrainer Udo Haußmann am Ende aber das Jahr Pause und die Umstellung des Teams auf gleich einmal drei Positionen spielen da schon auch eine gewisse Rolle.

Zumindest Letzteres stellten die Hennersdorfer im zweiten Spiel des Nachmittags gegen Siltronic Freiberg erst einmal ab und brachten ihren altbewährten Stammsechser auf das Feld. Eingespielte Abläufe der letzten Jahre funktionierten jetzt wieder besser allerdings war das junge Freiberger Team auch nicht ganz auf dem Level der Milkauer und so übernahm der HSV von Beginn an das Zepter und war beim klaren 3:0 (25:18; 25:16; 25:15) auch in keiner Phase gefährdet. Nun muss sich in zwei Wochen, bei den nächsten Spielen gegen Oberwiesenthal und dem 1. VV Freiberg II zeigen, wohin die Reise für die Hennersdorfer in dieser Saison geht.

Neue Punktspielsaison der Volleyballer startet

Aller guten Dinge sind drei: Getreu diesem Motto startet die Volleyball-Bezirksliga in die neue Spielzeit, denn die letzten beiden Versuche wurden ganz oder zumindest teilweise abgebrochen. Dabei kommt es am Samstag, 14 Uhr, in Augustusburg gleich zum Mittelsachsenderby zwischen den Männern des Hennersdorfer SV und des SV Union Milkau.

Während der HSV im Oktober 2021 sein letztes Pflichtspiel bestritt und danach aus der Saison ausstieg, beendete das Milkauer Team die Saison 2021/22 sogar mit dem Staffelsieg in der übrig gebliebenen Sechserstaffel. Allerdings verzichteten die Rand-Mittweidaer auf ihr Aufstiegsrecht. Und während die Unioner den Volleyballsommer auf ihren neuen Beachplätzen verbrachten, verblieben die Hennersdorfer in der Halle sowie auf ihren Rasenplätzen. Personell erwägt Milkau mittlerweile die Formierung einer zweiten Mannschaft mit vielen jungen Spielern und besitzt auch zwei männliche Nachwuchsteams (U 12). Davon könne man in Hennersdorf nur träumen, sagt HSV-Abteilungsleiter und Spielertrainer Udo Haußmann. "Nach wie vor holen wir den einen oder anderen Jugendlichen sofort in unser Männertraining und haben keine personellen Kapazitäten, um ein Jugendtraining abzudecken." Auch im weiblichen Bereich haben die Milkauer mit zwei Damenteams, einer U 18 und einem U-12-Team deutlich mehr zu bieten als die Hennersdorfer, deren Damenmannschaft in dieser Saison aus dem Pflichtspielbetrieb zurückgezogen werden musste.

Zum letzten Mal standen sich die Männer des HSV und von Union im Herbst 2020 gegenüber, als die Hennersdorfer 3:0 gewinnen konnten. "Wenigstens ein Faktor, der neben dem Heimrecht für uns spricht", so Haußmann. Die Karten werden aber nach diesen holprigen Jahren ohnehin neu gemischt - "und am Ende sind wir froh, sagen zu können, ja auch den HSV gibt es noch".

Zweiter Gegner am Samstag ist der SV Siltronic Freiberg, der mit dem 1. VV Freiberg II, dem Oberwiesenthaler SV sowie Chemnitz Harthau/WSG Chemnitz die Sechserstaffel der Bezirksliga Ost komplettiert. Die Bildung dieser Staffel wurde aufgrund der insgesamt zwölf Teams beschlossen, erklärt Haußmann, "und findet hoffentlich im April mit den Play-offs bzw. Play-downs diesmal ein sportliches Ende".

17. Sportwochenende Tage tollen Sports

Die mittlerweile 17. Auflage des Sportwochenendes mit diesmal rund 150 Aktiven und einer ganzen Menge interessierten Zuschauern ausgetragen worden. Nach zwei pandemiebedingten Absagen zeigten die Hennersdorfer Comebackqualitäten und verknüpften Traditionelles mit Neuem.

Das Event begann am Freitagabend mit dem Strafstoßschießen, diesmal aber nur für Männerteams, die aber mit elf Mannschaften sehr zahlreich waren. Als dieses Turnier noch keine Viertelstunde alt war, gab es eine zehnminütige Unterbrechung für einen höchst emotionalen Moment. Denn die Organisatoren ließen es sich nicht nehmen, einen jahrzehntelangen Helfer ihrer Sportveranstaltungen auf das Spielfeld zu fahren, um somit Siegfried Kempe für seine Arbeit am Mikrofon und bei den Sportwochenenden zu danken. Kempe griff noch einmal zum Mikro und rief mit klarer und kräftiger Stimme: "Das gibt es nur in Hennersdorf."

Dass am Ende die HSV Volleyballer im Finale gegen die Jugend der SG Erdmannsdorf/Augustusburg die Oberhand behielten, schmeckte dem Hennersdorfer Coach Udo Haußmann nicht. Ihm wären Punkte in den ersten Heimspielen der neuen Bezirksligasaison lieber gewesen. Deshalb "fror er den Siegerpreis auch erst einmal ein". "Die Jungs können ihn sich Ende September beziehungsweise Anfang Oktober mit Siegen zurückerobern", sagte er.

Die Volleyballturniere waren zahlenmäßig nicht so stark besetzt. "Unser langes Zögern bei der endgültigen Ansetzung dieser Turniere hat uns wohl die eine oder andere Absage gekostet", resümierte Haußmann am Ende. Trotzdem waren an beiden Tagen jeweils vier Mannschaften am Netz. Während im Hobby- und Freizeitturnier die Hennersdorfer die Nase vorn hatten, siegten beim Damenturnier tags darauf die Damen von Siltronic Freiberg.

Am Sonntagvormittag gaben die Jüngsten ihren Einstand in dieses Sportwochenende. Angeführt von Frau Fröhlich und Herrn Uhlmann (alias Andrea Klauke und Olaf Weiskopf), belebten sie das Sportgeschehen mit einer ganz eigenen Art von sportlichen Übungen, bei denen Geist, Koordination und Teamwork gleichzeitig gefragt waren. Vereinsvorsitzender Udo Haußmann: "Als langjähriger Sportlehrer kann ich nur den Hut ziehen."