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Aufstieg mit Wermutstropfen.....neue Heimspielstätte der Hennersdorfer Volleyballer

Das hatten wir so nicht auf dem Schirm - Aufstieg der Hennersdorfer Volleyballer mit einem Wermutstropfen als Beigeschmack
Der Wonnemonat Mai war für das "Volleyballvolk" des Hennersdorfer SV mal ein Monat ohne Training und Bälle. Vielmehr rackerten die Mitglieder der Trainingsgruppe an und in ihrer Turnhalle und trugen in ca. 150 Arbeitsstunden dazu bei, dass die traditionelle Sportstätte auch in Zukunft noch "ihren Mann steht".
Aber seit vergangenen Donnerstag zieht langsam wieder der Trainingsalltag bei den Jungs ein, die in der kommenden Saison in der Sachsenklasse ihren "Mann stehen wollen". Dabei schaut der Hennersdorfer Volleyballsport auf ereignisreiche vergangene Jahre zurück.
Im März 2012 schaffte die verschworene Volleyballtruppe des HSV den überraschenden Aufstieg in das Chemnitzer Oberhaus Bezirksliga und man sprach damals von einem Abenteuer. Nachdem das "Abenteuer" in der Saison 2012/13 mit Platz vier in der Abschlusstabelle endete, gab es ein Jahr später schon fast den großen Coup. Mit 13 Siegen und nur 3 Niederlagen hatten die Hennersdorfer sogar die gleiche Bilanz wie der Bezirksmeister und Sachsenklassenaufsteiger Union Milkau aufzuweisen. Zwar konnte man die Milkauer auch zweimal knapp bezwingen, doch am Ende stieg Milkau trotzdem auf, weil die Zschopautaler sich zu viele dieser knappen Siege leisteten und damit immer einen Tabellenpunkt einbüßten. Nach einer eher durchwachsenen Folgesaison 2014/15 mit Rang 5 am Ende aber immerhin mit dem Bezirkspokalgewinn, startete das Team in der abgelaufenen Saison so richtig durch. Vierzehn Punktspiele blieb man am Stück unbezwungen, drehte dabei zweimal Spiele nach einem 0:2 Satzrückstand, lieferte im Landespokal dem Sachsenligaspitzenreiter und Regionalaufsteiger vom Dresdner SSV einen heißen Pokalfight und stand bereits drei Spieltage vor Ultimo zum ersten Mal in der Hennersdorfer Volleyballgeschichte als Bezirksmeister fest. Klar gab es zum Ende der Saison mit zwei Niederlagen doch noch einen Dämpfer und so kam man nicht ganz ungeschoren durch die Punktspielrunde aber man lag immernoch 10 Tabellenpunkte vor dem Zweitplatzierten aus Crimmitschau und das in einer Bezirksliga.
HSV Coach Udo Haußmann sah darin aber auch einen nicht sehr ungelegenen Aspekt. Natürlich wäre der "Durchmarsch" das "I-Tüpfelchen" gewesen, aber die Jungs bekamen noch einmal mit, in der Sachsenklasse werden die Spiele nicht zum Selbstläufer.
Trotzdem resümierte der Routinier den Saisonverlauf mit den Worten,"Das hatten wir so nicht auf dem Schirm" und wir können es immer noch nicht so recht glauben, wenn es dann in der nächsten Saison heißt, die Mannschaft aus der 300- Seelenmetropole aus Hennersdorf kreuzt die Klingen am Netz mit Leipzig, Markleeberg oder Borna. Die werden wohl erst einmal mit dem Finger auf der Landkarte suchen müssen, wo sie da überhaupt hin müssen.
Aber und das ist eben der Wermutstropfen, welcher sich in den Hennersdorfer Jubel mischt, die Gegnerschaft wird nicht die Augustusburger Halle ansteuern, denn diese wurde vom Landesverband für den Spielverkehr in der Sachsenklasse nicht mehr zugelassen. Zu wenig Freiraum außerhalb des Spielfeldes lautete die Begründung des Landesspielausschusses und zwingt den HSV sich eine neue Heimspielstätte zu suchen.
Doch auch in dieser Hinsicht sind die Hennersdorfer schon fündig geworden. Mit der Gemeinde aus Eppendorf ist man sich dankenswerter Weise einig geworden und hat eine einvernehmliche Lösung gefunden. Natürlich tut uns das leid für unsere treuen Augustusburger Zuschauer aber wir hatten keine andere Wahl um den Wahnsinn Sachsenklasse zu präsentieren, gab Haußmann zu Protokoll. Ende der 70er Jahre begann für den heutigen Spielercoach u.a. mit Begegnungen gegen den Dorfclub Eppendorf in der Flöhaer Kreisklasse sein Volleyballleben und setzt sich nun ab Herbst 2016 wieder in Eppendorf fort. Wie das Leben eben so spielt grinst das heute etwas ältere Hennersdorfer Urgestein.