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Reiter verinnerlichen den Parcours wie Bobpiloten

 

 

 

 
Rund 150 Pferdesportler aus ganz Sachsen haben gestern beim Hennersdorfer Reitturnier aufgesattelt. Vereinschef Yves Haft zeigte sich zufrieden mit den Leistungen und der Teilnehmerresonanz: „Eine gelungene Veranstaltung.“

„Über die Zwei linksraus, außen bleiben, die blauen Tonnen eng passieren, dann in die Fünf.“ Das Szenario auf dem Reitplatz vor dem Start begann mit einem Fußmarsch durch den Parcours. Übungsleiterin Heike Millert gab ihren Schützlingen Tipps, wie die Geländeprüfung am besten zu meistern ist.

Der Geländeritt gehörte zu den elf Wertungskategorien des sachsenweit ausgeschriebenen Wettbewerbes. Ähnlich wie Bobpiloten versuchten Nadin Dathe und Sandra Richter, den Kurs zu verinnerlichen. „Die Vielseitigkeit macht an diesem Sport den Reiz aus. In drei Disziplinen, Dressur, Geländeritt und Springen, können wir unser Geschick zeigen“, sagte die 16-jährige Sandra aus Zschopau, die schon einige Siegerschleifen gesammelt hat. „Wenn ich nur schon die fünf Hindernisse übersprungen hätte“, fieberte die elfjährige Nadin aus Augustusburg ihrem Prüfungsritt entgegen.
Auf dem Abreiteplatz checkte sie ihre Ausrüstung und auch die ihres Pferdes Igor. „Eine Schutzweste ist bei dieser Disziplin Pflicht“, erläuterte die junge Reiterin, die für den Hennersdorfer SV in den Sattel steigt. Ihr vierbeiniger Freund Igor zeigte sich noch gelassen. „Ein gutmütiger Bursche, mit 14 Jahren besitzt er viel Erfahrung.“ Dann wurde Nadin vom Wertungsgericht als dritte Starterin auf den Parcours gerufen. Engagiert gingen Reiterin und Pferd zur Sache, genau bis zur Ziellinie. Und dann das Missgeschick – nach erfolgreichem Ritt etwas unkonzentriert und ungenügende Körperhaltung: Abwurf. Nadin landete im Staub des Reitplatzes. Doch tapfer kletterte sie wieder auf den Pferderücken. Der unfreiwillige Abgang wurde nicht mit gewertet. Nadine belegte den dritten Platz.
Andere Reiter-Pferd-Paare erreichten dagegen nicht gemeinsam das Ziel. So mancher Teilnehmer, darunter viele Einsteiger, mussten Lehrgeld zahlen. Einige Umritte endeten wegen „Arbeitsverweigerung“ des Pferdes bereits vor einem der Strohballen-Hindernisse.
By HY
erschienen in der Freien Presse am 19.06.2006
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