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Kurz vorm Start
Ein Stolperstein im Terminkalender
Tommy beim Strafstoß
 
Spiel
 
Das ehemalige Feuerwehrauto
 
Nach dem Start
 
Stadtmeisterschaften
Beim Studieren des Laufsportkalenders 2009 gerät man ins Stolpern. Am 28. Juni finden nicht nur zwei Laufveranstaltungen an einem Tag, sondern zudem auch im selben Ort statt. Am letzten Juni- Sonntag fällt im Augustusburger Ortsteil Hennersdorf der Startschuss zum 29. Knochenlauf, in Erdmannsdorf steigt zeitgleich der 4. Drahtseilbahn- Bergsprint hinauf ins Städt’l. Für Harald Uhlmann ist die Dopplung ein Unding. „Wir haben unseren Termin rechtzeitig und zudem als Erste eingereicht“, betont der Vorsitzende des Hennersdorfer SV. Eine Verlegung sei nicht möglich, da die Traditionsveranstaltung erneut in das Sportwochenende des Vereins eingebunden und er auf die Hilfe aller Mitglieder angewiesen ist. „Samstags findet ein Volleyballturnier mit Mannschaften aus Thüringen und Sachsen-Anhalt statt. Wenn wir den Lauf um einen Tag vorziehen und das Turnier am Sonntag ausrichten, reisen die gar nicht erst an“, erläutert der Vereinschef. „Die Woche darauf fallen unsere Volleyballer als Helfer aus, da sie als Titelverteidiger an einem Turnier in Plauen teilnehmen“, schließt Uhlmann eine Verschiebung nach hinten ebenso aus wie die auf eines der Wochenenden zuvor: „Da stehen bereits andere Chemnitz-Cup-Läufe im Kalender.“ Der Veranstalter des Drahtseilbahnlaufs, die Erzgebirgsbahn, beharrt ebenfalls auf dem 28. Juni. Der Lauf sei Bestandteil des Drahtseilbahnfestes, das am Sonntag nach dem Geburtstag (24. Juni) der alten Damen gefeiert wird. „2011 wird die Drahtseilbahn 100 Jahre alt“, nennt Marketingleiter Mike Juntke einen Grund, weshalb das Verkehrsunternehmen unbedingt an diesem Termin festhält. Das erste Juli-Wochenende – wie im vergangenen Jahr – komme nicht infrage, will die Bahn diesmal unter anderem einer Überschneidung mit dem Pressefest der „Freien Presse“ im Chemnitzer Küchwald aus dem Weg gehen. „Wir haben versucht, einen Kompromiss zu finden, leider ohne Erfolg“, bedauert der Marketingchef „die Verkettung von mehreren unglücklichen Umständen“, zu denen auch der frühe Beginn der Sommerferien gehöre. Heiko Schinkitz von der SG Adelsberg sitzt zwischen den Stühlen. Der Verein fungiert wiederum als Ausrichter des Drahtseilbahnlaufs. „Es ist wirklich eine ungünstige Konstellation in diesem Jahr“, meint Schinkitz. Auch er habe sich bemüht, eine Diskussion anzuschieben und eine Entzerrung der beiden Termine zu erreichen, so die Chemnitzer Läufer-Legende, die selbst schon in Hennersdorf am Start war und noch immer einen Streckenrekord hält. „Denn zwei größere Veranstaltungen an einem Wochenende in einer relativ kleinen Stadt machen keinen Sinn.“ Der Experte ist sich allerdings auch sicher, dass beide Läufe ihren festen Teilnehmerstamm haben. Zudem soll versucht werden, die Laufszene an diesem Tag aufzuteilen, so Schinkitz. „Vielleicht können wir das bei den Meldungen irgendwie steuern. (von Holk Dohle)

Freie Presse, Lokalteil Flöha vom 21.01.2009



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