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Bei Heimturnier aufs Siegerpodest geritten

 

 

 

 
Nachwuchs-Cup und Kreismeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter in Hennersdorf

Lisa Millert stand am Wochenende dort, wo die deutsche Fußball-Nationalmannschaft jetzt am liebsten hin will. Die junge Reiterin vom Hennersdorfer SV überzeugte beim Heimturnier und kletterte in der Einsteigerklasse E auf dem Podest nach ganz oben. Dabei sammelte die Elfjährige gleich zwei goldene Plaketten, denn sowohl mit ihrem Pony Raphael als auch mit Pferd Mamira setzte sich das Talent beim vierten Turnier des Nürnberger Cups durch. Die Gastgeber errangen durch Nadin Dathe zudem einen Kreismeistertitel bei den Junioren der Klasse A. Bei den Reitern musste sich Kornelia Schubert nur Silke Schmieder vom Langenstriegiser SV geschlagen geben.
Zunächst zeigte sich das Wetter von der besten Seite, als die Teilnehmer am Samstagmorgen vor zahlreichen Zuschauern auf dem Dressurplatz und später auf dem Sprungparcours ihr Können zeigten. Später begleitete Regen die Reiter-Pferd-Paare auf dem Geländeritt.
„Dadurch wurden die Bedingungen schwerer, aber alles ging ohne Stürze über die Bühne“, berichtete Organisationschef Christian Millert. Er zog ohnehin eine positive Bilanz. „Nach zwei Jahren Pause hat der Hennersdorfer SV wieder eine Veranstaltung dieser Kategorie durchgeführt. Auch Dank der vielen ehrenamtlichen Helfer verbuchten wir einen Erfolg“, freute sich der Sektionsleiter Reitsport des Hennersdorfer SV. Aus sportlicher Sicht bewertete er den vierten Platz von Neueinsteiger Peter Grützner ebenfalls als Erfolg: „Der Zehnjährige hat seine Wettkampfpremiere sehr gut gemeistert.“
Über Sieg und Platzierungen entschieden vier Preisrichter. Im Gremium befand sich unter anderem Jürgen Roick. Der Frankenberger ist seit rund 45 Jahren als Preisrichter aktiv und jährlich bei mehr als 30 Turnieren deutschlandweit aktiv. Der Offizielle absolvierte gemeinsam mit seinen Kollegen ein umfangreiches Tagesprogramm, denn sein scharfes Auge war bei allen drei Teildisziplinen gefragt. „Die Dressur ist die Grundlage des Reitens“, betonte der 67-Jährige. „Reiter und Pferd demonstrieren während der Lektionen ihren Ausbildungsstand mit Hilfe der Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp“, erklärte der gebürtige Hoyerswerdaer.
Nicht nur bei der Dressur verteilten die Richter Noten. Auch beim Springen und dem Geländeritt begutachteten Roick und seine Mitstreiter die Harmonie zwischen Reiter und Pferd. Dabei gingen nicht nur die Abwürfe an den Hindernissen in die Berechnung ein, auch der Sitz und das Einwirken des Menschen auf das Tier fanden Berücksichtigung. „Beide sollen in unserer schönen Sportart idealer Weise eine Einheit bilden“, betonte der Experte. Gestern waren seine Dienste nicht erforderlich, denn am zweiten Tag des Hennersdorfer Reitturniers fand rund um den Reitplatz ein buntes Rahmenprogramm statt.
Von Knut Berger
erschienen in der Freien Presse am 14.06.2010
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